Aktive Sicherheitssysteme werden zunehmend zum Standard in der Automobiltechnik. Technologische Innovationen verändern somit die moderne Mobilität. Dennoch gibt es nach wie vor erhebliche Hindernisse bei der Steigerung der Sicherheit und Effizienz von intelligenten, vernetzten Mobilitätslösungen. Digitale Zwillinge sind eine der vielversprechendsten Technologien, um diese Herausforderungen zu meistern und die Zukunft des Transportwesens zu gestalten.
Im Wesentlichen sind digitale Zwillinge virtuelle Nachbildungen von physischen Objekten oder Prozessen. Im Zusammenhang mit aktiven Sicherheitssystemen ermöglicht uns ein digitaler Zwilling zum Beispiel, ein Fahrzeug, die Umgebung, in der es sich bewegt, und die während der Fahrt durchgeführten Handlungen zu simulieren, um die Fahrzeugleistung vorherzusagen und zu optimieren.
Virtuelle Modelle und Simulationen werden schon seit langem zur Fahrzeugentwicklung und -optimierung eingesetzt, aber die Kombination von digitalen Zwillingen mit Fortschritten in der Hochgeschwindigkeits-Konnektivität, der Echtzeit-Datenerfassung und der künstlichen Intelligenz (KI) hat eine Reihe von neuen Anwendungen ermöglicht.
Derzeitige aktive Sicherheitsfunktionen beruhen auf reaktiven lokalen Sensoren und verfügen nicht über eine Integration von Echtzeitdaten, die für eine kontinuierliche Verbesserung und effektive Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse notwendig sind. Bei Magna begegnen wir dieser Einschränkung, indem wir KI-gestützte digitale Zwillinge nutzen, um Fahrzeuge mit einer sogenannten „kollektiven Wahrnehmung“ auszustatten. Bei diesem intelligenten Prozess werden Sensordaten in Echtzeit mit der Cloud-Infrastruktur ausgetauscht, sodass digitale Zwillinge der Umgebung entstehen, die die aktiven Sicherheitsfunktionen verbessern.