Branchenweit besteht zunehmend Einigkeit darüber, dass die Zukunft der Fahrzeuginnenraumüberwachung von Skalierbarkeit, Modularität und einer einheitlichen Verarbeitung abhängt. Anstatt für jedes Fahrzeugsegment ein neues System zu entwickeln, profitieren OEMs von einer adaptierbaren Architektur, die unterschiedliche Funktionspakete mit minimalen Hardwareänderungen unterstützt.
Zwei Kernelemente ermöglichen diesen Wandel:
Flexible Hardware-Integration – Eine skalierbare Architektur muss verschiedene Sensortechnologien und unterschiedliche Einbaupositionen unterstützen – etwa im Spiegel, im Instrumentenpanel, in der Deckenkonsole, an Säulen oder in anderen Innenraumstrukturen.
Ziel ist nicht ein einzelner Einbauort, sondern eine Plattform, die:
- Variantenkomplexität reduziert
- Unterschiedliche Sensorkombinationen unterstützt
- Mit verschiedensten Innenraumdesigns kompatibel ist
- Skalierbare Funktionen für Regulierung, Sicherheit und Personalisierung ermöglicht
- OEMs erlaubt, Leistungsumfang und Kosten optimal auf das jeweilige Segment abzustimmen
Diese Flexibilität schaffte eine einheitliche Hardware-Strategie, die sowohl für Einstiegsmodelle als auch für Premiummodelle geeignet ist.
Einheitliche, sensorfusionsbasierte Software – Software spielt eine noch zentralere Rolle. Durch die Integration der Innenraumerfassung in das übergreifende ADAS-Sensor-Fusions-Ökosystem können OEMs:
- Redundante Rechenprozesse reduzieren
- Die elektrische Architektur vereinfachen
- Funktionen softwareseitig ergänzen oder erweitern
- Entwicklungszyklen beschleunigen
- KI-basierte Fähigkeiten gezielt ausbauen
Dieser Ansatz ermöglicht zudem „Plug-and-Play“-Konfigurationen –von der Erkennung unsachgemäßer Gurtbenutzung bis hin zur fortgeschrittenen Analyse kognitive Zustände – ohne für jedes Funktionspaket neue Hardware entwickeln zu müssen.