A person approaches a sleek, silver electric car with illuminated open doors, in a futuristic cityscape at night. The text "Tech Talk" is displayed above.

Von Features zu Systemen: Fahrzeugzugang Neu Denken

Früher war das Einsteigen ins Fahrzeug einfach: Tür öffnen, hinsetzen, losfahren.

Heute wird genau dieser Moment zu einer der komplexeren Interaktionen im Fahrzeug – nicht wegen eines einzelnen Features, sondern aufgrund der Vielzahl an Systemen, die inzwischen dahinterstehen.

Ein Großteil dessen, was heute das Fahrerlebnis prägt, zeigt sich genau hier: wie das Fahrzeug den Nutzer erkennt, wie man einsteigt, wie es reagiert, wie es sich bewegt und wie es dabei Sicherheit gewährleistet.

Elektrifizierung, softwaredefinierte Architekturen und steigende Erwartungen an Sicherheit und Komfort laufen an diesem einen Kontaktpunkt zusammen. Was früher eine mechanische Interaktion war, ist heute ein abgestimmtes Zusammenspiel aus Hardware, Software, Sensorik und Steuerung.

Genau hier beginnt die Komplexität zu wachsen.

Mehr als nur Features

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Feature-Story: elektrische Türen, Soft-Close, Phone-as-Key, Gestensteuerung, Hinderniserkennung, elektrische Frunks.

Doch die eigentliche Veränderung passiert darunter.

Zentrale Hardwarekomponenten wie Antriebseinheiten und Spindeln entwickeln sich weiterhin, um Anforderungen an Haltbarkeit, Bauraum und Performance gerecht zu werden. Dieser Teil bleibt essenziell.

Was sich jedoch verändert hat: Ein Großteil der Funktionalität liegt heute in der Software.

Wie sich eine Tür öffnet. Wie sie schließt. Wie sie reagiert, wenn etwas im Weg ist. Selbst das wahrgenommene „Gefühl“ der Interaktion wird zunehmend durch Softwaresteuerung definiert – nicht nur durch mechanisches Design.

Statt nur Komponenten zu entwickeln, entwickeln Teams heute Verhalten.

Software verändert das System

Mit der zunehmenden Softwaresteuerung von Zugangssystemen wächst die Rolle von Elektronik und Algorithmen rasant.

Funktionen wie haptisches Feedback oder Hinderniserkennung sind keine isolierten Add-ons. Sie basieren auf einem eng integrierten Zusammenspiel von Hardware und Software, das unter verschiedensten Bedingungen und über unterschiedliche Fahrzeugplattformen hinweg konsistent funktionieren muss. Das führt gleichzeitig zu strengeren mechanischen Toleranzen, um ein reproduzierbares und vorhersehbares Verhalten zu gewährleisten.

In vielen Fällen stammt diese Integration von mehreren Zulieferern, was die Abstimmung zwischen Hardware, Software und Steuerung besonders kritisch macht – insbesondere, da Bewegungsabläufe zunehmend von präziser Motorsteuerung und Mechanik abhängen.

Das erhöht den Druck auf das System, sich konsistent zu verhalten – über unterschiedliche Umgebungen hinweg, in verschiedenen Anwendungsfällen, in unterschiedlichen Regionen.

Denn wenn etwas so Einfaches wie das Öffnen einer Tür „nicht richtig“ wirkt, fällt das sofort auf.

Woher die Komplexität wirklich kommt

Gleichzeitig verstärken externe Anforderungen die Komplexität zusätzlich.

Cybersecurity ist heute eine Grundvoraussetzung. Das bedeutet zusätzliche Hardware-Sicherheitsmaßnahmen, komplexere Softwarearchitekturen und erheblich mehr Validierung. Das steigert Kosten und Entwicklungsaufwand – ist aber unverzichtbar.

Hinzu kommt, dass Anforderungen je nach Region auseinandergehen. In einigen Märkten fordern OEMs mehr Transparenz und Kontrolle über Software, einschließlich offener oder „White-Box“-Ansätze.

Das führt zu einem neuen Spannungsfeld zwischen Flexibilität und der notwendigen Disziplin, um konsistente, validierte Systemleistung und Sicherheit sicherzustellen.

Es entsteht ein Zielkonflikt: OEMs wollen Flexibilität und Kontrolle – erwarten aber gleichzeitig vollständig integrierte, validierte Systeme mit konsistenter Performance und Sicherheit über Plattformen hinweg.

Diese Balance wird zunehmend schwieriger.

Von Komponenten zur Koordination

All das zeigt: Der Fahrzeugzugang muss grundlegend anders gedacht werden.

Es ist längst kein reines „Schlossproblem“ mehr. Kein reines „Türproblem“. Und auch kein isoliertes Softwareproblem.

Es ist ein Koordinationsproblem.

Jede Interaktion – vom Öffnen und Schließen bis hin zu Erkennen und Reagieren – hängt vom Zusammenspiel mehrerer Systeme ab.

Werden diese Elemente unabhängig voneinander entwickelt, addiert sich die Komplexität nicht einfach – sie potenziert sich. Das zeigt sich in höherer ECU-Anzahl, mehr Verkabelung, intensiverer Validierung und größerer Cybersecurity-Angriffsfläche – mit direkten Auswirkungen auf Kosten, Skalierbarkeit und konsistente Systemleistung.

Deshalb gewinnt die Architektur an Bedeutung.

Mit der Entwicklung hin zu zentralisierten und zonalen E/E-Architekturen müssen Zugangsfunktionen ganzheitlicher über Hardware, Software und Steuerungslogik hinweg gesteuert werden – nicht nur zur Reduzierung der Komplexität, sondern für konsistente Performance im gesamten Fahrzeug.

Die Chance

Vehicle Access ist vielleicht kein „Headline-Feature“, aber es ist eine der häufigsten und greifbarsten Interaktionen zwischen Mensch und Fahrzeug – und oft der erste Eindruck.

Und genau dieser Moment zeigt zunehmend, wie gut das Gesamtsystem funktioniert.

Während zusätzliche Features das Nutzererlebnis verbessern können, ermöglicht die Zusammenarbeit mit einem einzigen Zulieferer ein integriertes, abgestimmtes Gesamtsystem, das Komfort und Sicherheit nahtlos vereint.

Dieser integrierte Ansatz verwandelt Komplexität in einen strategischen Vorteil – durch bessere Performance und ein konsistenteres, zuverlässigeres Nutzererlebnis.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten: Wir haben uns ausführlich mit dem Wandel vom komponenten-basierten Fahrzeugdesign hin zur Entwicklung integrierter Systeme beschäftigt.

Und wenn Sie sich damit befassen, wie sich diese Herausforderungen speziell im Fahrzeugzugang zeigen, schauen Sie auch hier rein.

*Dieses Dokument wurde unter menschlicher Aufsicht mit Microsoft Translator übersetzt.

Headshot of David Strachan, Senior Global Product Director, Mechatronics

David Strachan

David Strachan hat einen Abschluss in Ingenieurwesen und bringt über 20 Jahre Erfahrung im Automobil-Produktmanagement und in der Systementwicklung mit. Bei Magna ist er Senior Director of Global Product Management für Mechatronik, Mirrors and Lighting (MML) und verantwortet Strategie, Portfolioentwicklung sowie die Integration fortschrittlicher Fahrzeugzugangs- und Sichtbarkeitslösungen in globalen Programmen.

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