Schaumstoff für Autositze basiert traditionell auf Polyurethansystemen, deren chemische Bausteine überwiegend aus fossilen Rohstoffen stammen. Die Idee, den Anteil erneuerbarer Materialien in Polyurethanschaum zu erhöhen, ist nicht neu. In der Praxis scheiterten jedoch viele Versuche daran, drei zentrale Anforderungen auszubalancieren: Funktionalität, hoher Anteil erneuerbarer Rohstoffe und skalierbare Produktion.
Pflanzenöle gelten seit Langem als vielversprechende Alternative zu erdölbasierten Polyolen – dem Basisbestandteil von Polyurethanschaum – im Polyurethanharz. In der Praxis kann die Verwendung generischer, unbehandelter pflanzlicher Öle jedoch zu chemischer Instabilität führen – was zu Problemen bei der Verarbeitung sowie bei Materialeigenschaften wie Rissfestigkeit, Zugfestigkeit und Dehnung führen kann.
Anstatt das Potenzial pflanzlicher Öle zu verwerfen, den Einsatz von Rohölen zu reduzieren und stattdessen auf hochverarbeitete, pflanzenbasierte Polyole zu setzen. Diese veredelten Polyole bewahren die Vorteile erneuerbarer Rohstoffe und bieten gleichzeitig die Stabilität, die für Schaumstoffe erforderlich ist.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Material- und Chemiepartnern stellte Magna den verlässlichen Zugang zu fortschrittlichen Polyolen sicher, die über eine netto-negative Lebenszyklusanalyse verfügen und erneuerbare Anteile erreichen, die nach unserer Einschätzung deutlich über dem heutigen Industriestandard liegen.