View of blurred trees in a forest

Ein Neuer Standard für Nachhaltigen Kfz-Schaumstoff

Die Reduzierung des Einsatzes nicht erneuerbarer Materialien wird zunehmend zu einem immer wichtigeren Schwerpunkt in der gesamten Lieferkette. Bei Sitzsystemen zählt die Verbesserung des Nachhaltigkeitsbilanz von Schaumstoffkomponenten seit jeher zu den größten Herausforderungen, insbesondere wenn es um eine Umsetzung im großen Maßstab geht.

Magna und seine Entwicklungspartner arbeiten seit Jahren daran, genau das zu verändern. Nach umfangreicher materialwissenschaftlicher Entwicklungsarbeit hat das Team EcoSphere™ Bio-Based Foam eine verbesserte Lösung entwickelt, die einen Anteil erneuerbarer Rohstoffe erreicht, der für die Branche bislang als unerreichbar galt – ohne Kompromisse bei Haltbarkeit, Komfort oder Produktions-fähigkeit. Das Ergebnis ist ein Durchbruch, der den Nachhaltigkeitsstandard für Sitzschaumstoffe neu definiert und OEMs eine leistungsfähige Alternative mit deutlich geringerem Anteilfossiler Brennstoffe bietet.

Examples of polyurethane foam for seats

Höhere Erneuerbarkeit bei voller Funktionalität und Performance

Schaumstoff für Autositze basiert traditionell auf Polyurethansystemen, deren chemische Bausteine überwiegend aus fossilen Rohstoffen stammen. Die Idee, den Anteil erneuerbarer Materialien in Polyurethanschaum zu erhöhen, ist nicht neu. In der Praxis scheiterten jedoch viele Versuche daran, drei zentrale Anforderungen auszubalancieren: Funktionalität, hoher Anteil erneuerbarer Rohstoffe und skalierbare Produktion.

Pflanzenöle gelten seit Langem als vielversprechende Alternative zu erdölbasierten Polyolen – dem Basisbestandteil von Polyurethanschaum – im Polyurethanharz. In der Praxis kann die Verwendung generischer, unbehandelter pflanzlicher Öle jedoch zu chemischer Instabilität führen – was zu Problemen bei der Verarbeitung sowie bei Materialeigenschaften wie Rissfestigkeit, Zugfestigkeit und Dehnung führen kann.

Anstatt das Potenzial pflanzlicher Öle zu verwerfen, den Einsatz von Rohölen zu reduzieren und stattdessen auf hochverarbeitete, pflanzenbasierte Polyole zu setzen. Diese veredelten Polyole bewahren die Vorteile erneuerbarer Rohstoffe und bieten gleichzeitig die Stabilität, die für Schaumstoffe erforderlich ist.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Material- und Chemiepartnern stellte Magna den verlässlichen Zugang zu fortschrittlichen Polyolen sicher, die über eine netto-negative Lebenszyklusanalyse verfügen und erneuerbare Anteile erreichen, die nach unserer Einschätzung deutlich über dem heutigen Industriestandard liegen.

Weiterentwicklung der Chemie: biobasierte und recycelte Lösungen

Um die Nachhaltigkeit weiter zu steigern, nahm Magna auch die Isocyanatseite der Polyurethanreaktion in den Fokus. In Zusammenarbeit mit Spezialchemiunternehmen entwickelte unser Team ein Werk-basierte pflanzenbasiertes Präpolymer im Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) – einem wichtigen reaktiven Wirkstoff zur Herstellung von Polyurethanschaum. Die Lösung bietet die gleiche Systemstabilität und reduziert die Abhängigkeit von unverarbeiteten pflanzlichen Ölen.

Parallel dazu treibt Magna eine zweite MDI-Präpolymer-Formulierung voran, die auf einem niedrigviskosen, recyceltem Polyol basiert. Diese Chemie ermöglicht die Herstellung von leistungsstarkem Sitzschaum und integriert Recyclingmaterial – ein Ansatz, der für diese Produktkategorie bislang als technisch kaum realisierbar galt.

Zusammen ermöglichen diese Entwicklungen zwei nachhaltige Schaumstoffsysteme:

  • Biobasierter Schaumstoff: bis zu 20 % Anteil erneuerbarer Rohstoffe
  • Bio- und recycelter Schaumstoff: Kombination aus verarbeiteten pflanzenbasierten Polyolen und recycelten Polyolen

Beide Systeme sind für die großflächige Produktion konzipiert, ohne Abstriche bei Komfort, mechanischer Leistung oder Herstellbarkeit.

Etablierung eines neuen Industriestandards

Da OEMs zunehmend höhere Anteile erneuerbaren Materialien in Sitzsystemen nachfragen und sich die globalen Nachhaltigkeitsanforderungen weiterentwickeln, werden zuverlässige, skalierbare Alternativen immer wichtiger. Die EcoSphere Bio-Based Foam-Lösung von Magna erfüllt viele dieser OEM-Anforderungen bereits heute und unterstützt Kunden zugleich bei der Vorbereitung auf kommende Materialstandards.

Mit der Bereitstellung langlebiger, leistungsstarker Sitzschaumstoffe mit deutlich höherem Anteil an erneuerbaren und recycelten Materialien trägt Magna dazu bei, einen neuen Maßstab für nachhaltige Materialien in der Sitzbranche zu setzen. Und mit fortschreitenden Entwicklungen in der Pipeline ist das Potenzial für noch höhere Erneuerbarkeit bereits in Reichweite.

*Dieses Dokument wurde unter menschlicher Aufsicht mit Microsoft Translator übersetzt.

Headshot of Dan Gardiner, Director of Foam Operations, Magna Seating
Dan Gardiner

Dan Gardiner hat einen Bachelor-Abschluss in Environmental Engineering von der University of Guelph und bringt drei Jahrzehnte Erfahrung in Schaumstoffentwicklung, -produktion und -betrieb mit. Bei Magna ist er Director of Foam Operations, wo er die Entwicklung und Weiterentwicklung der nächsten Generation von Schaumstoffmaterialien verantwortet und technische Innovationen in den globalen Sitzprogrammen von Magna vorantreibt.

We want to hear from you

Send us your questions, thoughts and inquiries or engage in the conversation on social media.

Verwandte Stories

Vom Spiegel zur Sicherheitsplattform im Direkten Sicht-Feld

Artikel

5 Nachhaltige Materialien, die die Nächste Fahrzeug-Generation Prägen

Blog

Cybersecurity Rückt an die Spitze der Smart Manufacturing

Artikel

Die Zukunft der Innenraumüberwachung: Skalierbar, Modular und KI-Fähig 

Blog

Verbunden bleiben

Bleiben Sie informiert und erhalten Sie News & Stories in Echtzeit in Ihren Posteingang geliefert.