SPACS AN DER BÖRSE: RISIKEN UND WIE SIE ZU VERMEIDEN SIND
Wie bei allen Finanzgeschäften birgt auch die Zusammenarbeit mit einer SPAC bestimmte Risiken. Ein grundlegendes zu bewältigendes Risiko beim Umgang mit SPACs an der Börse sind dessen Aktionär_innen und die Sicherstellung, dass nach der Fusion genügend Geldmittel übrig sind, um die Vision des Startups zu verwirklichen. Einerseits können Aktionär_innen einer Fusion oder Übernahme durch die SPAC zustimmen, aber gleichzeitig ihr Kapital in einem als „Rücknahme“ bezeichneten Prozess zurückziehen, mit dem Ergebnis einer genehmigten Transaktion ohne ausreichende Kapitaldecke. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, wie es dazu kommen kann, und ebenso viele Mechanismen, um mit diesem Risiko umzugehen. Eine Aufzählung und Beschreibung der Lösungsansätze würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, weshalb an dieser Stelle der reine Hinweis auf mögliche Risiken zur Berücksichtigung genügen muss.
Außerdem muss man immer bedenken, dass an Kapitalgesellschaften andere Erwartungen gestellt werden als an Personengesellschaften. Bei einer Fusion mit einer SPAC, die einen schnellen Zugang zum Aktienmarkt ermöglichen soll, benötigt ein Startup die richtige Infrastruktur, um als Aktiengesellschaft zu funktionieren. Es hat mehr Verpflichtungen und sollte daher über ein erfahrenes Managementteam verfügen, das fähig ist, diesen nachzukommen.
Weitere Einzelheiten zu den Risiken, die mit SPAC-Transaktionen einhergehen, sind in den Artikeln von Middle Market Growth, „Beware of These Five SPAC Risks”, und Forbes, „The Risk and Returns for the Increasingly Popular SPAC Trade”, aufgeführt.
Bei der Frage nach der Finanzierung ist es wichtig, die eben genannten Faktoren und Auswirkungen von (als Teil des IPO ausgegebenen) SPAC-Aktienrechten, Gründeraktien und anderen Elementen in Betracht zu ziehen. Unter Umständen kann dies den Unterschied zwischen Erfolg oder Misserfolg einer Vision ausmachen.
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Eine Special Purpose Acquisition Company (SPAC) oder Blankoscheck-Gesellschaft (BCC) ist ein börsennotiertes Unternehmen, dessen einzige Intention die Fusion mit oder Übernahme von einem vielversprechenden Unternehmen ist. Ein solcher Zusammenschluss ermöglicht einen schnelleren Zugang zu liquiden Mitteln und beschleunigt auch Entwicklungs- und Marketingpläne. Somit stellen SPACs für Startups eine durchaus attraktive Finanzierungsmöglichkeit zur Realisierung ihres Fahrzeugprojekts dar.
Da alle SPACs börsennotiert sind, ist es grundsätzlich relativ einfach, mit ihnen in Kontakt zu treten. Als weniger einfach erweist sich allerdings die Suche nach einer SPAC, die den Bedürfnissen und dem Profil eines Startups entspricht. Vor der Finanzierung eines Projekts mithilfe einer SPAC bedarf es also eines wohlüberlegten Plans. Konkret sollten folgende Fragen vorab beantwortet werden:
- Sind die Entwicklung und das Konzept der Geschäftsidee weit genug fortgeschritten, um mit einer SPAC voranzukommen?
- Kann die SPAC ausreichend Kapital zur Unterstützung des Projekts bereitstellen?
- Wie wahrscheinlich ist die Genehmigung der Fusion oder Übernahme seitens der SPAC-Aktionär_innen?
Zurzeit ist das Interesse von SPACs an der Unterstützung neuer Marktteilnehmer relativ groß. Es kann aber sehr schnell nachlassen und sich auf andere Branchen oder Unternehmen verlagern. Die Zusammenführung mit einer SPAC hat ebenso viele Vor- wie Nachteile. Ein geschicktes Risiko- und Problemmanagement ist ein wichtiger Punkt bei der Aufstellung eines langfristigen Finanzierungsplans und letztendlich auch für die Verwirklichung der Vision.
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